175-Jahr-Jubiläum

Feldmusik Menznau – Musikalisch verbunden seit 1846

Feldmusik Menznau mit neuer Vereinsfahne

 

Elegant, frisch, modern sowie zeitlos – so stellte sich die neue Vereinsfahne der Feldmusik Menznau der Bevölkerung am 18. September vor. Die neue Vereinsfahne wurde anlässlich des 175-Jahr-Jubiläums eingeweiht. Bei strahlendem Herbstwetter konnte Fahnenträger Hans Steiner die Fahne beim Auszug aus der Pfarrkirche auf den Schulhausplatz mit Stolz präsentieren.

 

Wie in vielen anderen Gemeinden stand das Vereinsleben in den letzten Monaten auch in Menznau still. Auf das regelmässige Proben musste bis im Mai verzichtet werden. Und doch gab es im Verein viel zu tun. Die Vorbereitungen für das Festwochenende liefen in den letzten Monaten und Wochen auf Hochtouren. OK-Präsident Roman Steiner hielt in seiner Ansprache fest, dass es ein Fest der Kompromisse und der Flexibilität sei. Doch das OK war immer optimistisch, dass die Einweihung der Fahne stattfinden wird, betonte Roman Steiner. Nicht so gross wie ursprünglich geplant, dafür familiärer und persönlicher, wurde der Geburtstag und die neue Fahne nun gefeiert.

 

„Es ist ein Fest der Kompromisse und der Flexibilität, so wie das tägliche Leben auch“, meint OK-Präsident Roman Steiner.

 

In einem feierlichen Gottesdienst wurde die Fahne von der Fahnengotte Anita Steiner und Fahnengötti Urs Reis entrollt. Ein ganz spezieller Moment, denn bis zu diesem Zeitpunkt wusste, ausser dem Fahnenkomitee und den Paten, niemand, wie die neue Fahne aussehen wird. Die ersten Reaktionen zeigten jedoch, dass der Geschmack der Anwesenden getroffen wurde. Nach dem Auszug aus der Kirche marschierte die Feldmusik musikalisch auf den Schulhausplatz, wo die neue Fahne von den Menznauer Vereinen mit dem Fahnengruss in Empfang genommen wurde.

 

Neue seidige Fahne

Patrick Gut, Präsident des Fahnenkomitees, hielt in seiner Rede fest, dass es verschiedene Kriterien zu berücksichtigen gab. Mit seinem Fahnenkomitee konnte er diese erfüllen. Die neue Fahne ist aus reiner Seide, als Grundstoff dient der Juliusbannerdamast. Das Gewebe Damast erlaubt, verschiedene Muster einzuweben oder zu sticken. Die Stickerei der neuen Vereinsfahne ist von Hand ausgeführt worden.

 

Die neue Vereinsfahne hat ein Mass von 130x130 cm, zuzüglich dem Schriftzug. Nebst dem Vereinsnamen ist ebenfalls das Gründungsjahr 1846 der Feldmusik aufgeführt. Bei der Fahnentragstange sind zudem die Namen der Fahnengotte und des Fahnengötti sowie die Jahreszahl 2021 eingraviert. Die Wahl der Farben Rot-Weiss ist eindeutig auf das Gemeindewappen Menznau abgestützt und zelebriert zugleich die Farben der Nation Schweiz. Mit dem etwas dunkleren Blau wird zudem der Kanton Luzern angedeutet und es passt zu der aktuellen Uniform. Der Becher und die Noten zeigen klar auf, dass es sich um einen Musikverein handelt.

 

Fahne als Wahrzeichen

„Die Fahne ist für ein Vereinsmitglied etwas Besonderes. Sie ist ein Zeichen der Zusammengehörigkeit und des Zusammenhaltes“, sagt Adrian J. Duss-Kiener, Gemeindepräsident, in seiner Ansprache. Die Feldmusik Menznau bereichert die Firmung, Erstkommunion und den Vereinsempfang mit ihren musikalischen Klängen. Sie ist aus dem Dorfleben nicht wegzudenken. Der stolze Fahnenträger mit der Fahne und dem Fahnengruss gehören dazu wie das Instrument zum Musikanten – sei es bei Freud, wie aber auch bei Leid.

 

Knapp ältester Verein im Kanton Luzern

Die Feldmusik Menznau gehört zu den fünf ältesten Blasmusikvereinen im Kanton Luzern und war ein Gründungsmitglied des Luzerner Kantonalen Musikverbandes. Nach 175 Jahre Vereinsgeschichte dieses Jubiläum zu feiern, erfüllt Philipp Muff, Vereinspräsident, mit grossem Stolz, aber auch mit Ehrfurcht, was über so viele Jahre von verschiedenen Menschen für diesen Verein geleistet wurden ist. Es hat sich während dieser Zeit viel verändert. In seiner Rede gab er die eine oder andere Anekdote von früher Preis. Trotz der vielen Unterschieden und dem grossen Wandel, eines ist geblieben:  Die musikalische Verbundenheit.

 

Vereinschronik

Die Feldmusik hat eine Vereinschronik erschaffen, welche die Geschichte der Feldmusik Menznau erzählt. Die Chronik der Feldmusik Menznau gibt es bei den Mitgliedern oder bei der Bäckerei Steiner. Der Preis beträgt CHF 50.00 pro Stück inkl. Versand. Erhältlich ist die Chronik ab November, damit auch die Festivitäten 2021 berücksichtigt werden können.

 

Philipp Muff bedankt sich bei den Sponsoren für ihre grosszügige Unterstützung und bei der Bevölkerung, den Ehrenmitgliedern und Vereinen für ihren Besuch am 175-Jahr-Jubiläum der Feldmusik. Speziell dem Gewerbe gebührt ein grosser Dank. Trotz der nicht einfachen Zeit zeigten sich diese sehr wohlwollend gegenüber der Feldmusik Menznau.

 

 

Andrea Vonmoos

 

 

 

1846 Unter dem Namen Feldmusik Menznau wird ein Gesuch über 60 Franken für Instrumentenreparatur und Lehrmeisterbesoldung an den Kirchenrat von Menznau gestellt. Dieses Dokument, unterschrieben von 15 Musikanten, gilt seit jeher als Gründungsurkunde der Feldmusik Menznau.

1892 Gründungsmitglied des Luzerner Kantonalen Musikverbandes.

1901 Die erste Vereinsfahne wird eingeweiht.

1902 Ein zweiter Verein unter dem Namen Musikgesellschaft Frohsinn Menznau entsteht. Die Frohsinn wird 1909 wieder aufgelöst, die vier restlichen Mitglieder treten der Feldmusik bei. Sie können zudem die Uniform der Frohsinn übernehmen.

1933 Vom Cäcilienverein wird eine neue Vereinsfahne gespendet.

1942 Neuuniformierung

1953 Erstmalige Teilnahme an einem Eidgenössischen Musikfest in Fribourg. Die Feldmusik kehrte mit Auszeichnung und Goldlorbeergeschmückt heim.

1958 Besuch des Winzerfestes in Osthofen in Deutschland.

1961 Neuuniformierung

1970 Teilneuinstrumentierung

1983 Neuuniformierung verbunden mit Fahnenweihe. Erfolgreiche Besuche der Eidgenössischen Musikfeste in Winterthur (1986), Lugano (1991) und Interlaken (1996).

1989 Organisator des Luzerner Kantonalen Musiktages in Menznau.

1994 Besuch des Winzerfestes in Osthofen und damit verbunden die Erneuerung der freundschaftlichen Bande zu Osthofen, insbesondere zum Kirchenmusikverein.

1996 Unter dem Motto „Chonsch au“ gemeinsames Jubiläumsfest 150-Jahre Feldmusik und 50 Jahre Trachtengruppe Menznau. Gleichzeitig führte die Feldmusik eine Teilneuinstrumentierung durch.

2001 Erneuter Besuch der Feldmusik in Osthofen.

2005 Sieger der 2. Klasse Harmonie am Luzerner Kantonalen Musikfest in Nottwil.

2006 Erfolgreiche Teilnahme am Eidgenössischen Musikfest in Luzern mit dem 1. Rang in der Marschmusikkonkurrenz. 160-Jahr-Feier.

2007 Besuch des Kantonalen Musiktages in Gettnau.

2021 Neue Vereinsfahne zum 175. Geburtstag

Feldmusik Menznau- Musikalisch verbunden seit 1846

 

Es ist so weit, die Feldmusik Menznau feiert das 175-Jahr-Jubiläum. Der grosse Tag steht vor der Tür und das Organisationskomitee ist in der letzten Phase der Planung.

Vor über einem Jahr startete die Planung für den grossen Anlass mit der Kick-Off-Sitzung. Das OK begann voller Euphorie die Organisation des grossen und ehrwürdigen Anlasses zur Einweihung der vierten Vereinsfahne der Feldmusik Menznau. Doch es kam aus bekannten Gründen alles anders. Die Feier musste zunehmend kleiner gestaltet werden. Nun müssen verschiedenste Massnahmen und Bedingungen eingehalten werden. Daher hat das Organisationskomitee in der Sitzung vom Mittwoch, 18. August 2021 gemeinsam entschieden das Fest in einem kleineren Rahmen stattfinden zu lassen.

Am Samstag, 18. September 2021, wird die Einweihung der vierten Vereinsfahne der Feldmusik Menznau gefeiert. Die Feldmusik weiht die Fahne im kleinen Rahmen mit Fahnengotte und Fahnengötti am Samstag um 16:00 Uhr in der Pfarreikirche Menznau ein. Die Kirchenzeremonie wird in einer geschlossenen Gesellschaft abgehalten. Die Einladungen für Vereinsmitglieder, Ehrenmitglieder und Fahnendelegationen werden zeitnah versendet, sodass die Anmeldungen retourniert werden können.

Zum anschliessenden Apéro ist die ganze Bevölkerung eingeladen. Auf Grund vom Coronavirus ist die Anzahl der Teilnehmenden auf 500 Personen beschränkt. Dieser Apéro ist öffentlich und wird von Armin Thalmann als Tätschmeister gestaltet und garantiert mit witzigen Inputs geschmückt. Die Strickmusikanten Menznau werden den Apéro musikalisch umrahmen.

Den Abend wird die Feldmusik Menznau vereinsintern verbringen.

Die Feldmusik Menznau freut sich mit Ihnen am Samstag, 18. September 2021 gemeinsam auf die neue Vereinsfahne und das 175-Jahr-Jubiläum anzustossen.

In der nächsten Ausgabe wird über die Feierlichkeiten und Fahnenweihe berichtet.

 

Das geschaffige OK freut sich auf die Feierlichkeiten.

V.l.n.r.: Peter Häfliger, Roman Steiner (OK-Präsident), Beat Stöckli, Patrick Gut, Pascal Naef, Eveline Erni, Urs Stöckli, Martina Egli, Roland Wermelinger, Fabienne Ineichen, Martin Emmenegger  

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Fahne erfolgreich in Will SG bei der Firma Heimgartner abgeholt

 

Gemeinsam mit der Fahnengotte Anita Steiner und dem Fahnengötti Urs Reis konnte die Fahnen in Will SG in Empfang genommen werden. Die neue Fahne der Feldmusik Menznau ist erfolgreich in Menznau angekommen und wird bis zur Enthüllung am Samstag, 18. September 2021 unter Verschluss gelagert.

Information zum Bestellen der Chronik der Feldmusik Menznau

Gerne können Sie sich Ihre eigene Chronik der Feldmusik ab Ende November 2021 direkt bei der Bäckerei Steiner in Menznau kaufen.

Sie können die Chronik ab Ende November direkt bei einem Mitglied der Feldmusik Menznau oder bereits jetzt per Mail an vorstand@feldmusikmenznau.ch bestellen.

Der Preis der Chronik ist pro Stück CHF 50.00 inkl. Versand.

Damit wir die Chronik mit der 175-jährigen Geschichte der Feldmusik Menznau ergänzen können, haben wir uns entschieden die Chronik inklusive der Feierlichkeiten des 175-Jahr-Jubiläums zu drucken. Daher ist die Chronik ab Ende November 2021 zum Versand bereit.

 

Wir freuen uns auf Ihre Bestellung.

Feldmusik Menznau – Mitteilung des OK

Das OK des Jubiläumsfest der Feldmusik Menznau hat einen Entscheid gefasst und verschiebt das Konzert der Band Viera Blech. Die Planung für einen kleineren, gemütliche Feier mit Fahnenweihe wird aber trotz der weiter anhaltenden Pandemie mit viel Hoffnung fortgesetzt.

Zu unserem Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, dass das Konzert der Band Viera Blech verschoben wird. Auf Grund der anhaltenden Einschränkungen und der stets ungewissen Zukunft ist es für das OK und die Feldmusik leider nicht länger möglich an einem Konzertabend in vorgesehenem Rahmen festzuhalten. Das Konzert findet statt, es wird auf den 17. September 2022 verschoben. Also merken sie sich das Datum bereits jetzt.

Die Einweihung der Fahne wird am 18. September 2021 stattfinden. Das OK des Jubiläumsfests ist stetig mit Sitzungen am Vorbereiten des entsprechenden Anlasses. Die Infos werden zur gegebenen Zeit bekanntgegeben.

Feldmusik Menznau – Musikalisch verbunden seit 1846

Die Feldmusik Menznau und der Kirchenmusikverein Osthofen

Der Kirchenmusikverein Osthofen und die Feldmusik Menznau, 2011

Seit 63 Jahren hält ein freundschaftliches und musikalisches Band die beiden Vereine zusammen und lässt bei jedem Treffen neue Freundschaften entstehen.

Das Ganze begann 1957 auf kuriose und verzwickte Weise. Der damalige Direktor der Feldmusik Menznau, Karl Arnet, war mit der Feldmusik Kriens bereits im 1957 am Winzerfest, da das Mitglied der Feldmusik Kriens, Godi Odermatt, ehemaliger Osthofener ist. Im Jahr darauf erhält die Feldmusik Menznau eine Anfrage, ob sie am Winzerfest teilnehmen wollen. Die Feldmusik Menznau nimmt diese Anfrage mit Freude an.

Am Sonntag, 17. Mai 1958, empfängt die Feldmusik Menznau den Bürgermeister und die Winzerkönigin aus Osthofen in Menznau. Im Gasthaus Krone setzt man sich zu Verhandlungen zusammen. Die Aufgaben der Feldmusik Menznau werden festgelegt:

 

- Zwei Abende:                     Begleitung der neuen Winzerkönigin von ihrer Wohnung zum Festort mit Marschmusik, das Ganze ohne Strassenbeleuchtung

- Galakonzert:                      Eine Stunde zur Eröffnung des Winzerfests

- Marschmusik:                    Beim Festumzug am Sonntagnachmittag (der Marsch «Parade defiliere» wird auswendig aufgeführt)

 

Dafür offerierten die Osthofner der Feldmusik Menznau drei Übernachtungen inklusive Verköstigung. Als Gage werden 1070 Franken ausgehandelt.

Vom 4. – 7. Oktober 1958 weilte die Feldmusik schlussendlich am Winzerfest in Osthofen und nahm all seine Aufgaben war.

Seither sieht sich die Feldmusik und der Kirchenmusikverein in regelmässigen Abständen. Die Feldmusik besuchte den Kirchenmusikverein Osthofen in den Jahren 1962, 1994, 2001, 2004 und 2011. Der Kirchenmusikverein war in den Jahren 1996, 2006 und 2016 in Menznau. Der Kirchenmusikverein besucht die Feldmusik jährlich mit einer Delegation am Jahreskonzert und die Feldmusik Menznau versucht bei den Anlässen des Kirchenmusikvereins Gegenrecht zu halten.

Das OK hat entschieden, dass das Jubiläumsfest am Samstag, 18. September 2021, definitiv stattfindet. Das Fest wird im kleineren Rahmen als geplant stattfinden. In der nächsten Ausgabe erhält die Bevölkerung von Menznau genauere Informationen zum Anlass.

Feldmusik Menznau – Musikalisch verbunden seit 1846

Das angespannte Warten auf die neue Vereinsfahne der Feldmusik Menznau

 

Mit dem Kick-off am 02.12.2019, startete das top motivierte Fahnenkomitee mit dem Ziel, am Wochenende vom 18. und 19.09.2021, zum 175-jährigen Bestehen der Feldmusik Menznau, dem Verein eine neue Vereinsfahne übergeben zu können.

Unter der Leitung von Gut Patrick definierte das Komitee die verschiedenen Prozesse, welche von der Aufarbeitung der Geschichte der Vereinsfahnen, über Auswahlverfahren, Erstellen von Prototypen bis hin zum Entscheid der neuen Vereinsfahne führten. Eine grosse Hilfe waren dabei die diversen Gespräche und Informationen von Zeitzeugen, welche aktiv in der Feldmusik Menznau waren und viele Details auch im Zusammenhang zu den vergangenen Vereinsfahnen übermitteln konnten.

Eine grosse Ehre war auf diesem Weg, dass mit dem Gestalter und Entwerfer der aktuellen Vereinsfahne von 1983, Ernst Wicki (Künstler von Menznau, leider verstorben am 13.11.2020), persönlich das Gespräch geführt werden konnte. So konnten seine Ideen zum Entwurf von dazumal in Erfahrung gebracht werden.

Seit der Gründung der Feldmusik Menznau im Jahr 1846 kann der Verein im Laufe der vielen Jahrzehnten auf vier Vereinsfahnen zurückblicken. Die Feldmusik Menznau besitzt leider physisch nur noch zwei Vereinsfahnen (1933-1983).

Der Weg zur neuen Vereinsfahne, d.h. von der Entstehung bis hin zum Endprodukt, war ein interessanter, lehrreicher und von Entscheidungen geprägter Prozess. Als Fahnenkomitee, welches die Entscheidungskompetenz vom Verein hatte, mussten somit viele Interessen, Ansichten und Identifikationsmerkmale in die neue Vereinsfahne einfliessen.

Farben, Formen, Ideen und Vorstellungen gekonnt in eine wieder langanhaltende Vereinsfahne zu integrieren, konnte dank der guten Unterstützung mit dem Fahnenhersteller Heimgartner aus Wil SG im vorgegebenen Zeitrahmen umgesetzt werden. Somit konnte mit der Zustimmung des Vereins an der ausserordentlichen Mitgliederversammlung am 10. September 2020 die Vereinsfahne in Auftrag gegeben werden.

Gespannt dürfen sich die Mitglieder der Feldmusik Menznau, welche die Vereinsfahne noch nie gesehen haben, zusammen mit der Bevölkerung auf die neue Vereinsfahne freuen.

Die Enthüllung der neuen Vereinsfahne am Wochenende vom 18. und 19. September 2021 mit dem neuen Patenpaar, wird als ein grosser Tag und erneuter Meilenstein in die Chronik der Feldmusik Menznau eingehen.

 

Im nächsten Bericht informiert das Fest-OK über die angepassten Festaktivitäten am Wochenende vom 18. und 19. September 2021. Bereits heute ist bekannt, dass die Band Viera Blech nicht wie geplant am Samstagabend, 18.09.2021, aufspielen wird. Sie können sich jedoch bereits heute auf dieses musikalische Highlight im Jahr 2022 freuen. Weiter wird unser Freundschaftsverein aus Osthofen vorgestellt.

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Fahnenkomitee der Feldmusik Menznau

 

Vordere Reihe v.l.n.r..: Steiner Hans (Fähnrich der FM Menznau), Naef Tanja, Staffelbach Andrea, Keller Philipp

 

Hintere Reihe v.l.n.r.: Muff Ueli, Reis Urs, Gut Patrick

Vereinsfahnen Feldmusik Menznau

Vereinsfahne 1846-1901

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Musikgesellschaft & Kammerchor (Aufnahmedatum unbekannt)

 

Auf dieser Aufnahme dürfte es sich um die erste Vereinsfahne gehandelt haben

(Fahne nicht mehr vorhanden).

Vereinsfahne 1901-1933

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Feldmusik Menznau: 1913 das erste Mal in Uniform auf einem Foto sichtbar

 

Auf dieser Aufnahme von 1913 ist die zweite Vereinsfahne der FM zu sehen (Fahne nicht mehr vorhanden).

Vereinsfahne 1933-1983

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Cäcilienverein Menznau spendet der FM Menznau eine neue Vereinsfahne

Einweihung 03.09.1933; gestickt und erschaffen von Klosterfrauen vom Kloster Engelberg

(Vereinsfahne vorhanden)

Vereinsfahne 1983-2021

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Die Vereinsfahne wurde zusammen mit der neuen und vierten Uniform

der Feldmusik Menznau 1983 eingeweiht.

Integriert das Einweihungsjahr, die Farben Rot/Weiss angelegt für das Gemeindewappen von Menznau, die Lyra als Zeichen für die Musik, das Rot/Gelb/Rot für das damalige Amt Willisau sowie das Blau für den Kanton Luzern.

Feldmusik Menznau – Musikalisch verbunden seit 1846

Interview der besonderen Art

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v.l. Josef Bühler (Ehrenpräsident), Philipp Muff (Präsident),

Roman Steiner (OK Präsident 175 Jahre FMM), Adolf Stöckli (Ehren-Vize-Dirigent)

Die Feldmusik Menznau feiert im Jahr 2021 ihr 175-jähriges Bestehen.

Josef Bühler und Adolf Stöckli sind zwei Ehrenmitglieder, welche über 50 Jahre aktiv in der Feldmusik musizierten und das Vereinsleben zwischen 1950 und 2003 prägten. Beide sind noch heute regelmässig an den Veranstaltungen der Feldmusik Menznau anzutreffen. Aus diesem Grund entlockten Roman Steiner und Philipp Muff den beiden rüstigen Rentnern in einem Interview einige spannende Geschichten und Anekdoten aus vergangenen Zeiten.

Josef Bühler

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Geburtsdatum

13.01.1932

Aktivmitglied

1950-2003

Aufgaben/Ämter

4 Jahre Aktuar

4 Jahre Vizepräsident

10 Jahre Präsident

Status

Ehrenpräsident

Adolf Stöckli

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Geburtsdatum

10.10.1934

Aktivmitglied

1952-2002

Aufgaben/Ämter

Musikschulgründer 1972

Vizedirigent 1957 bis 1992

2 Jahre Vizepräsident

Status

Wenn es den Titel gäbe...

Ehren-Vize-Dirigent

Welches Wort fällt euch zum Begriff Feldmusik Menznau als Erstes ein?

Josef Bühler:   gutes Erlebnis

Adolf Stöckli:   erfreuliche, friedliche Gesellschaft

 

Warum diese Begriffe?

Josef Bühler:   Die riesige Kameradschaft und der gute Zusammenhalt in der Feldmusik Menznau haben meine Zeit in diesem Verein zu einem guten Erlebnis gemacht.

Adolf Stöckli:   Feldmusikanten sind friedlich und fleissig. Das gibt dem Dirigenten, der dieselbe Einstellung pflegt, die Möglichkeit, dass gute Konzerte und Erfolge gefeiert werden können. Das ist dann das Erfreuliche.

 

Weshalb interessiert ihr euch bereits über 70 Jahre für die Feldmusik Menznau?

Josef Bühler:   Es ist die Freude an der Musik, welche dieses Interesse auslöste. Der Vater, der Onkel und weitere Verwandte machten Musik. 1950 war es dann ein Plakat, das bei der Käserei in Menznau hing und mich zur Feldmusik führte. Es wurden neue Feldmusikanten gesucht, so meldete ich mich mit 18 Jahren und besuchte einige Musikstunden zum bescheidenen Stundentarif von einem Franken. Darauf durfte ich an die Proben der Feldmusik und so entstanden Freundschaften, welche dazu führten, dass ich noch heute interessiert auf diesen Verein schaue.

Adolf Stöckli:   Bei mir waren es die Jugenderlebnisse, welche das Interesse an der Feldmusik Menznau weckten. Der Besuch der Nachmittagskonzerte, wo ich sogar einmal ein Orangina geschenkt bekam, oder als in den Kriegsjahren 1942 die neue Uniform der Feldmusik eingeweiht wurde und ich zu Fuss an diese Feier ging. Es war für mich ein Jugendtraum, irgendwann in diesem Verein mitzuspielen. So wurde es später zu meinem Hobby, welches zu einer Leidenschaft heranwuchs.

 

 

Wie sah in früheren Jahren der Probebetrieb der Feldmusik Menznau aus?

Josef Bühler:   Zu unseren Anfangszeiten probte die Feldmusik noch in einem Schulzimmer. Die Stühle wurden jeweils vor der Probe von den jüngsten Mitgliedern aufgestellt. Es waren alles Klappstühle, die hinter der Wandtafel gelagert wurden. Dabei gab es einige sehr wichtige Punkte zu beachten. Denn wenn diese nicht eingehalten wurden, gab es sofort böses Blut. (schmunzelt)
Es hatte zwei Lehnstühle, den einen musste man dem Präsidenten bereitstellen und der andere musste am Platz von Lenz Eiholzer, dem ehemaligen Kassier, stehen. Weiter mussten in der hintersten Reihe zwei Aschenbecher stationiert werden. In der Pause wurde dann kräftig geraucht, so kam es, dass am Ende der Probe auch mal der eine oder andere Stumpen im Schulzimmer liegen blieb und die Schüler diese am Folgetag einsammeln mussten. Nach einer Weile durfte man dann aber nur noch in den Gängen rauchen.

 

Welches Ereignis, das durch eine ungeplante Situation entstand, bleibt euch bis heute in Erinnerung?

Josef Bühler:   Wir spielten mit der Musik an einer Beerdigung, anschliessend gingen wir in die Krone. Nach einer Weile machten wir uns spontan auf zu Josef Thalmann. Zu dritt kauften wir bei ihm zwei Metzgschweine für das Musik-Lotto. Anschliessend machten wir uns nicht etwa auf den Heimweg, sondern kehrten zurück in die Krone und so kam es unverhofft zu einem langen und strengen Tag.

Adolf Stöckli:   1958 wurden wir eingeladen ans Winzerfest nach Osthofen. Es wurde uns angekündigt, dass wir in Osthofen jeden Abend die Weinkönigin mit Marschmusik abholen werden. So kam es, dass wir dies im Voraus zuhause in Menznau intensiv probten. Deshalb wurde extra eine Marschmusikprobe an einem Sonntag angesetzt und wir trafen uns beim Bahnhöfli. Nach einer ersten Marschmusiksequenz bis zum Altersheim Elsenau bekamen wir dort eine Zwischenverpflegung. Dann ging es weiter mit Marschmusik auf der Hauptstrasse bis nach Daiwil. Bei der Linde spielten wir ein Ständchen und es gab als Dank ein Bier und alles nahm seinen Lauf. Ein Haus weiter spielten wir wieder ein Ständchen und es gab noch ein Bier, bei der Sägerei Birrer gings weiter mit einem Zföifi und einem kräftigen Kaffee. Das führte dazu, dass einige Musikanten ein bisschen zu viel erwischten, darunter auch einer der jungen Musikanten.
Zwei ältere Musikanten brachten ihn nach Hause und ich erfuhr, dass sein Vater wütend wurde. Ja, man hätte ihn auch nicht in diesem Zustand nach Hause bringen sollen!
Jedenfalls liess mir dies keine Ruhe und ich fuhr am nächsten Tag, als sich alles wieder etwas gelegt hatte, zum Vater des jungen Musikanten. Dort klärte ich die Situation, so dass der Junge weiterhin an die Proben der Feldmusik kommen durfte. Seither wurde Daiwil auch hie und da «klein Osthofen» genannt.

 

 

Welche Situation gab im Nachgang zu Hause am meisten zu reden?

Josef Bühler:   Alles darf man hier nicht erzählen (verschmitztes Lachen), aber etwas kann ich schon sagen. Mein damaliger Nachbar Alois Stöckli war ein guter Musikkollege und wir gingen immer gemeinsam nach Hause. So kam es, dass unsere Frauen sich ab und an gegenseitig die Frage stellten, ob der Mann schon zuhause sei. Falls keiner von uns beiden zuhause war, konnten sie beruhigt sein, da sie wussten, dass wir noch gemeinsam unterwegs sind.

Adolf Stöckli:   Ich habe eine Frau, die hatte schon früher viel Verständnis, wenn es später wurde nach der Probe. Es war schliesslich Tradition, dass man nach der Probe eine Runde durch alle drei Gaststätten in Menznau machte und gelegentlich startete man noch eine zweite Runde…

 

Welchen Moment aus der Zeit in der Feldmusik möchtet ihr nochmals erleben?

Josef Bühler:   Den zweitägigen Musikausflug auf die Riederfurka. Bei diesem Ausflug gab es diverse Zwischenfälle wie zum Beispiel einen Sturz aus dem Bett im Massenlager oder der Zug, der uns einen Streich spielte und in Langenthal nicht anhielt. Es gab viel zu lachen und war der beste Ausflug, der jemals stattfand!

Adolf Stöckli:   Mir haben die Ausflüge nach Osthofen immer sehr gut gefallen. In den Jahren 1958/ 1962/ 1994/ und 2011 war ich dabei und dies war für mich jeweils das Grösste!

 

Was durfte auf einem Musikausflug in den früheren Jahren niemals fehlen?

(beide überlegen)

Josef Bühler:   (mit schrägem Blick zu Adolf Stöckli) Wahrscheinlich war es schon der Schnaps. Wir haben jedoch auch schon 50 Liter Wasser mitgenommen. Damals, als wir aufs Niederhorn gingen. Dort gab es kein fliessendes Wasser und darum nahmen wir das Wasser für den Kaffee selber mit.

 

Wer von euch beiden war derjenige, der nach einem Konzert später nach Hause ging?

Josef Bühler:   Adolf ging jeweils spät und ich ging noch später nach Hause. Das Gesellschaftliche musste schliesslich gelebt und gepflegt werden.

 

Was war das schmerzhafteste Ereignis in den Kreisen der Feldmusik?

Josef Bühler:   Das Schlimmste war für mich, als während meiner Zeit als Präsident ein junger Musikant bei einem Autounfall verstarb.

Adolf Stöckli:   Wenn tüchtige Musikanten viel zu früh das schöne Hobby beendeten und die Feldmusik darunter litt.

 

 

Welches war euer grösster persönlicher Erfolg als Feldmusikant?

Josef Bühler:   Das Musikfest in Winterthur, damals klassierten wir uns in der dritten Klasse, unter der Leitung von Othmar Winiger, auf dem guten fünften Rang.

Adolf Stöckli:   Ich sehe es als Erfolg, dass ich meine Freude an der Blasmusik weitergeben konnte. So frönen heute auch unsere Kinder und Grosskinder dem Hobby Musik und spielen ebenfalls in Musikvereinen unteranderem der Feldmusik Menznau mit.

 

Was war für euch die grösste Herausforderung während eurem Wirken in der Feldmusik?

Josef Bühler:   Meine grösste Herausforderung war es, als ich nach acht Jahren als Präsident ankündigte, dass ich in zwei Jahren mein Amt weitergeben werde und der Verein bestimmte, dass während diesen zwei Jahren noch eine neue Fahne und eine neue Uniform beschafft werden sollte. Diese Zeit war sehr intensiv, es musste eine Sammelaktion gestartet werden, um die finanziellen Mittel für die neue Uniform zu besorgen. Am Abend, als die Abstimmung über die Farbe der Uniform stattfand, hatte ich Winterdienst. Der Verein stimmte damals mit 21 zu 20 Stimmen für die graue Uniform ab. Dieses knappe Ergebnis gab natürlich Diskussionsstoff. Zum Glück verlief die Suche nach einer Fahnengotte und einem Fahnengötti einfacher. Regina Wicki und Josef Reis sagten mir damals rasch zu, was eine grosse Erleichterung war. Es gab natürlich noch weitere Herausforderungen als Präsident. Sei es, als bei einem Ausflug mit dem Cäcilienverein die Weinwahl von den Feldmusikanten in fragegestellt wurde oder als es am Gartenfest Differenzen beim Losverkauf gab. Dies waren jedoch Kleinigkeiten, die ordentlich geklärt wurden.

Adolf Stöckli:   1966 besuchte ich den Dirigentenkurs am Konservatorium in Luzern. Nach meinem erfolgreichen Abschluss hatten wir bei der Feldmusik einen Dirigenten, welcher immer mehr fehlte. Es kam so weit, dass ich mindestens dreiviertel aller Proben der Feldmusik leitete. Jedoch war es nicht mein Ziel, Dirigent der Feldmusik zu sein und ich musste lernen, mich zu wehren. So suchten wir einen neuen Dirigenten. 1970 fanden wir mit Anton Brun einen Dirigenten, welcher die Feldmusik sechs Jahre anführte. Es war eine ganz schwierige Zeit, wir hatten Mühe Nachwuchs zu finden und entsprechend waren wir auch musikalisch an einem Tiefpunkt angelangt. Umso wichtiger war daher die Gründung der Musikschule im Jahr 1972. Othmar Winiger hatte dann die Geduld, die Feldmusik wieder aufzubauen und konnte nach zehn Jahren einen solide spielenden Musikverein an Armin Müller übergeben.
Diese Dirigentensuche in einer Zeit, in der es dem Verein nicht gut lief, war meine grösste Herausforderung.

 

Welche Instrumente habt ihr bis heute alle gespielt?

Josef Bühler:   Ich habe 1950 Klarinette gelernt und dieser bin ich während den letzten 71 Jahren treu geblieben. Noch heute spiele ich Klarinette bei der Veteranenmusik Willisau.

Adolf Stöckli:   Ich habe einige Instrumente gespielt: Trompete, Flügelhorn, Euphonium, Es-Horn, Ventilposaune, Zugposaune, Waldhorn, Es-Bass, B-Bass, Alphorn und meinen Seminarabschluss habe ich damals mit der Geige absolviert.

 

 

Josef Bühler, beschreibe Adolf mit wenigen Worten.

Josef Bühler:   Adolf war zehn Jahre mein treuer Mitarbeiter im Vorstand. Mit Adolf konnte immer etwas gerissen werden und er war stets zu begeistern für neue Projekte. Er half mit und von ihm kam bei keiner Anfrage ein nein.

 

Und nun zu dir Adolf, wie beschreibst du Josef Bühler?

Adolf Stöckli:   Josef war immer gut zu den Leuten und für mich war er stets ein führender Vertrauensmann. Wir beide waren nie gemeinsam in den Ferien, aber wir waren immer gute Musikkollegen.

 

Welchen Rat gebt ihr als erfahrene und langjährige Mitglieder der Feldmusik uns, der aktuellen Generation, für die weitere Zukunft?

Josef Bühler:   Wichtig ist, dass ein gutes Verhältnis untereinander gewahrt wird und die Kameradschaft gepflegt wird. Das ist das Wichtigste, damit es dem Verein weiterhin gut geht!

Adolf Stöckli:   Macht weiter und hält zusammen, dann kommt es schon gut!

Im nächsten Bericht erfahren Sie vom Fahnenkomitee Interessantes über die Vereinsfahnen der Feldmusik Menznau.

Feldmusik Menznau – Musikalisch verbunden seit 1846

Die frühere und heutige Notenbeschaffung

 

In den letzten 175 Jahren hat sich bei der Feldmusik wie überall viel verändert. Damit gemeinsam musiziert werden kann, braucht es Notenmaterial. Dieses zu beschaffen, war nicht immer so einfach wie heutzutage.

 

Bei der Gründung der Feldmusik 1846 wurde kaum nach Noten gespielt. Viele Musikantinnen und Musikanten konnten auch gar nicht Noten lesen, weshalb häufig nach Gehör gespielt wurde. Im Zeitraum von 1908 bis 1938 war Lehrer Fritz Meier Dirigent der Feldmusik Menznau. Bis zu diesem Zeitpunkt spielten die Musikantinnen und Musikanten noch in einer Brassband-Besetzung. Als Querflötist brachte Fritz Meier schliesslich die ersten Klarinetten in die Feldmusik. Damit setzte er den Grundstein für die Harmonie-Besetzung, die bis heute andauert. Als passionierter Musiker und Dirigent stellte Fritz Meier zudem Büchlein mit Kirchenmusik zusammen, welche für kirchliche Anlässe und Prozessionen gebraucht wurden. Einige dieser Exemplare sind noch heute sorgfältig im Archivschrank der Feldmusik Menznau aufbewahrt.

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Handgeschriebene Musiknoten

Ab den 1940er Jahren wurde es üblicher, dass Musikstücke gespendet werden konnten. Es bestand zudem bereits die Möglichkeit, Noten von einem Verlag zu bestellen. Da es zu diesem Zeitpunkt aber noch keine Tonaufnahmen gab, sendeten die Notenverlage den Musikvereinen die Partituren von Musikstücken zu. An der Probe wurden die Stücke angespielt und es wurde geprüft, ob sie den Musikantinnen und Musikanten zusagten und vom Schwierigkeitsgrad spielbar waren. Die ausgewählten Stücke wurden vom Verlag in Rechnung gestellt und der Rest wurde zurückgeschickt.

Damals war es ausserdem üblich, dass viele Stimmen umgeschrieben werden mussten. So wurden beispielsweise Flötenstimmen in Des geschrieben und nicht wie heute üblich in C. Erst nach dem Umschreiben konnten die einzelnen Musikantinnen und Musikanten die Noten lesen und spielen.

 

An der GV 1972 war der fehlende Nachwuchs von jungen Musikantinnen und Musikanten das grosse Thema. Adolf Stöckli initiierte schliesslich eine Musikschule, welche nach Entlebuch und Wolhusen eine der ersten im Kanton Luzern war. Bereits in jungen Jahren lernte der musikalische Nachwuchs das Notenlesen und war somit gerüstet für eine Karriere in der Feldmusik. In den Anfangsjahren wurde die Musikschule von Adolf Stöckli alleine geleitet und organisiert. Mit zunehmender Grösse und Beliebtheit wurden externe Musiklehrer zur Unterstützung zugezogen.

 

Ende der 1970er Jahren begann dann die Zeit der Schallplatten. Bei einigen Notenverlagen konnte man vorbeigehen, sich einzelne Stücke anhören und sich so besser vorstellen, wie ein Stück mit dem eigenen Musikverein klingen könnte. Später wurden die Schallplatten durch CDs abgelöst. Infolgedessen entstanden ganze CD-Sammlungen bei Mitgliedern der Musikkommission (Muko). Die ausgewählten Stücke schickte einer der inzwischen zahlreicheren Notenverlagen dem Musikverein zu.

 

Jetzt im Jahr 2021 ist mit dem Internet alles viel einfacher geworden. Bei den verschiedenen Musikverlagen können die Stücke angehört werden. Auch auf YouTube sind unendlich viele Lieder zu finden. Wenn sich die Muko nach einer langen Sitzung für ein Stück entschieden hat, wird dieses bei einem Musikverlag bestellt und per Post zugeschickt. Im Probelokal werden dann die einzelnen Stimmen kopiert, damit jeder Musikant und jede Musikantin eigene Noten hat. Die Originalstimmen werden im Notenschrank der Feldmusik Menznau archiviert und können bei Bedarf wieder verwendet werden.

 

In der nächsten Ausgabe erscheint ein spannendes Interview mit zwei langjährigen Musikanten. Sie dürfen sich auf die eine oder andere Geschichte aus früheren Zeiten freuen.

Feldmusik Menznau – Musikalisch verbunden seit 1846

Gründung 1846 und die Generalversammlung 2021

Eines der ersten Fotos des Kammerchors und der Feldmusik Menznau. Das Datum sowie die abgebildeten Personen sind unbekannt.

In dieser Ausgabe drehen wir das Rad der Zeit zurück bis ins Jahr 1846. Damals stellten 15 Musikanten unter dem Namen Feldmusik Menznau ein Gesuch für 60 Franken an den Kirchenrat. Mit diesem Geld sollten Instrumente repariert und eine sogenannte Lehrmeisterschulung finanziert werden. Dieses Dokument gilt seither als Gründungsurkunde der Feldmusik Menznau.

In den letzten 175 Jahren hat sich sehr vieles geändert. Sein Instrument für 60 Franken zu reparieren, ist kaum mehr vorstellbar, abgesehen davon gleichzeitig mit diesem Geld noch Direktionskosten zu bezahlen. Wahrscheinlich ist dies bei weitem nicht das Einzige aus dieser vergangenen Zeit, wo man sich heute nicht mehr vorstellen kann. Sonst hätte die Feldmusik Menznau aktuell nur 41 Musikanten, statt den heutigen 66 Mitgliedern – zum Glück dürfen schon länger auch Frauen in den Reihen der Feldmusik mitspielen.

Andererseits hätte wohl auch keiner dieser 15 Musikanten sich vorstellen können, dass 175 Jahre später eine Versammlung mit 15 Personen, zum Unterschreiben eines Gesuches, nicht mehr möglich wäre! Und es wäre schon gar nicht denkbar gewesen, eine jährlich stattfindende GV zu Hause abzuhalten.

Doch genau dies ist nun der Fall. Die GV der Feldmusik Menznau hat zwar am geplanten Datum, aber ziemlich anders als in der Vergangenheit stattgefunden. Mit grossem persönlichem Einsatz und mit Einbezug der digitalen Kenntnisse des Präsidenten Philipp Muff und des Dirigenten Stephan Schrag durften die Mitglieder der Feldmusik eine abwechslungsreiche und spannende Generalversammlung erleben – dies in digitaler Form als Videobotschaft. So führte der Präsident Philipp Muff das erste Mal, sowohl per Videobotschaft als auch als Präsident, durch die Generalversammlung der Feldmusik Menznau.

Rückblick aufs Vereinsjahr

Trotz des speziellen Vereinsjahrs durfte die Feldmusik im August 2020 motiviert die ersten Proben wieder aufnehmen und das Foto der Sitzordnung war immer die erste Aufgabe des Dirigenten Stephan Schrag. Im September konnten die Musikantinnen und Musikanten endlich auch wieder einmal vor Publikum musizieren, sei es an einer Hochzeit, am Weissen Sonntag oder unvergesslich am Kilbigottesdienst. Wegen der geltenden Abstandsregel wurden die Stühle für die Musikantinnen und Musikanten auf die gesamte Kirchenbreite verteilt und sogar der Altar musste verschoben werden. Für einmal durfte Markus Kuhn seine Predigt, auf Grund des fehlenden Altars, auf der Kanzel lesen. Erfreut über den ersten Auftritt wurde direkt im Anschluss das Ständli für die neuen Ehrenmitglieder erbracht. Kaum einen Monat später legte Corona die Probephase der Feldmusik wieder lahm. Seither warten alle auf die Wiederaufnahme des Probebetriebes. Man darf gespannt sein, ob die Griffe noch im Kopf sind und wie schnell der etwas abgeschwächte Ansatz wieder aufgebaut werden kann.


Ehrungen, Mutationen und ein motivierter Dirigent
Obwohl im letzten Vereinsjahr nicht viele Proben stattgefunden haben, hat Philipp Wigger in seinen 40 Jahren in der Feldmusik Menznau sicherlich genug Proben besucht, um seinem Euphonium schöne Klänge zu entlocken. Ebenfalls eine lange Zeit spielen Michael Auchli und Urs Stöckli in der Feldmusik Menznau mit. Sie und ihre beiden Instrumente sind bereits seit 25 Jahren in der Feldmusik Menznau anzutreffen. Frederic Christen mit 10 Jahren Feldmusik Menznau ergänzt den Kreis der Jubilare. Auf Grund der veränderten beruflichen Situation hat sich Chantal Duss nach 11 Jahren entschieden, die Feldmusik Menznau zu verlassen und uns in Zukunft als aktive Zuhörerin zu unterstützen.
Ein weiteres Jahr stellte sich Stephan Schrag erneut zur Wiederwahl. In seinem musikalischen Rückblick aufs letzte Vereinsjahr schaute er stolz auf die verschiedenen Turmmusiken zurück und freut sich voller Elan aufs weitere Vereinsjahr – seine Ideen auf zukünftige Projekte wachsen. Die grosse Unterstützung zeigt sich, indem Stephan wieder fürs neue Vereinsjahr gewählt wurde – ausnahmsweise per briefliche Abstimmung statt mit grossem Applaus.


Ausblick
Am Schluss bleibt Philipp Muff nur ein provisorischer Ausblick aufs neue Vereinsjahr. Bald wieder in grösseren Ensembles, als mit vier Musikanten, gemeinsam zu musizieren, ist das nächste grosse Ziel. Ein weiterer Höhepunkt soll auch die Jubiläumsfeier vom 18. & 19. September 2021 sein, mit der Einweihung der neuen Vereinsfahne. Und natürlich hoffen alle, dass wir immerhin einmal im Jubiläumsjahr gemeinsam musizieren dürfen.

 

In der nächsten Ausgabe berichten wir ausführlich über die frühere und heutige Notenbeschaffung.

Feldmusik Menznau – Musikalisch verbunden seit 1846

Das grosse Fest in Planung

 

Die Feldmusik Menznau ist ins Jubiläumsjahr gestartet. Das OK ist trotz Covid-19 voll motiviert einen eindrucksvollen Anlass auf die Beine zu stellen. Freuen Sie sich auf ein unvergessliches Wochenende mit der Feldmusik Menznau.

Zuversichtlich blicken wir nach vorne und freuen uns Ihnen ein grossartiges Fest zu bieten. Am Samstag, 18. September 2021, erwartet Sie ein grossartiger Unterhaltungsabend. Am Sonntag, 19. September 2021, wird die neue Fahne enthüllt und entsprechend feierlich eingeweiht.

Gerne gibt Ihnen Pascal Näf (OK Ressort Unterhaltung) einige Einblick in unsere Festivitäten.

 

Was ist das Highlight am Abend des 18. Septembers 2021?

Pascal Näf: Die Band Viera Blech ist sicher das absolute Highlight. Als europaweit bekannte Band mit verschiedensten Auftrittsorten, jedoch eher selten in der Schweiz, konnten wir eine sehenswerte Hauptattraktion gewinnen. Mit ihrem eigenen unverkennbaren Stil werden sie uns durch den Abend führen und bestimmt auch mit ihrem Hit «Von Freund zu Freund» auftrumpfen. Zwei weitere regionale Formationen werden auftreten: Dies sind Pomawalzka aus Menznau und The Cérvilätz aus dem Entlebuch.

Wie wird der Sonntag, 19. September 2021, den Besuchern in Erinnerung bleiben?

Pascal Näf: Es erwartet Sie ein Festsonntag der anderen Art. Das Einweihen der Fahne wird mit einem Kirchenkonzert der Feldmusik Menznau verbunden. Dabei werden Teile der Chronik der Feldmusik in das Konzert eingebaut und musikalisch untermauert. Anschliessend findet ein Fest mit diversen musikalischen Leckerbissen statt.

 

Zum Schluss: Wie sieht das Ressort Unterhaltung der Situation bezüglich Covid-19 entgegen?

Pascal Näf: Es gibt verschiedene Szenarien, die in der Planung vom ganzen Organisationskomitee berücksichtigt werden. Wir sind jedoch optimistisch und freuen uns auf unser glanzvolles Fest.

 

Trotz Covid-19 plant das OK ein grosses Fest und ist guten Mutes ein Jubiläum der anderen Art feiern zu können.

In der nächsten Ausgabe wird der Bericht der diesjährigen GV erscheinen. Ausserdem steht die Gründung der Feldmusik im Jahr 1846 im Fokus.

Das Lotto, welches am 6. & 7. März 2021 geplant gewesen wäre, kann aufgrund der geltenden Schutzmassnahmen nicht durchgeführt werden und wird daher abgesagt.

Feldmusik Menznau – Musikalisch verbunden seit 1846

Die Feldmusik im Jubiläumsjahr

 

Anlässlich des diesjährigen 175-Jahr-Jubiläums der Feldmusik Menznau wird in jeder Ausgabe der 3dörferpost ein Bericht erscheinen. Nachfolgend werden verschiedene Facetten der Feldmusik präsentiert. Ausserdem stellen sich der Präsident Philipp Muff und OK-Präsident der 175-Jahr-Feier Roman Steiner vor.

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F

estlich

E

rfolgreich

L

eidenschaftlich

D

ankbar

M

usikalisch

U

nterhaltsam

S

ouverän

I

nteressant

K

reativ

M

itreissend

E

hrenamtlich

N

ational

Z

ielstrebig

N

eugierig

A

ktuell

U

nverwechselbar

Diese Eigenschaften zeichnen die Feldmusik Menznau aus. Besonders festlich wird dieses Jahr, da am 18. und 19. September 2021 die Hauptfeierlichkeiten zum 175-Jahr-Jubiläum stattfinden.  Die Enthüllung der Vereinsfahne am Sonntag, 19. September 2021 wird den Höhepunkt des Vereinsjahres darstellen.

In der Vergangenheit durfte die Feldmusik an kantonalen und eidgenössischen Musikfesten diverse unvergessliche Erfolge feiern. Die Leidenschaft für die Harmoniemusik verbindet Jung und Alt. In den Reihen der Feldmusik spielen über 60 Musizierende von 16 bis 76 Jahren ihr Instrument. Dankbar sind die Mitglieder der Feldmusik für die treuen Fans und Unterstützungen jeglicher Art. Das musikalische Repertoire zeigt sich vielfältig. Mit Märschen, Filmmusik, Pop- oder Klassikstücken, Musicals oder altbekannten Klassikern unterhaltet die Feldmusik ihr Publikum bei diversen Konzerten. Die Kameradschaft im Verein ist einfach souverän. Eine kollegiale Beziehung pflegt die Feldmusik zum Kirchenmusikverein Osthofen. Um die Mitglieder und die Fans der Feldmusik bestens zu unterhalten, gibt es stets ein interessantes Jahresprogramm. Dazu gehören zum einen mehrere musikalische Events wie die Jahreskonzerte, das Kinderkonzert, diverse kirchliche Anlässe oder die Teilnahme an einem kantonalen oder eidgenössischen Musikfest. Zum anderen zählen auch kameradschaftliche Anlässe wie das Skiweekend oder der Musikausflug zum jährlichen Programm.

Es braucht immer wieder neue, kreative Ideen, um die Freunde der Feldmusik mitzureissen. Besonders der Vorstand, die MuKo (Musikkommission), verschiedene OK’s und das Show-Team investieren ehrenamtlich sehr viel Zeit für den Verein. Die Feldmusik misst sich nicht nur an regionalen Anlässen, sondern auch an eidgenössischen Musikfesten. Zielstrebig und mit einem grossen Engagement bereiten sich die Musikanten jeweils auf diverse Auftritte vor. Besonders auch die hervorragende Arbeit vom Dirigenten Stephan Schrag ist an dieser Stelle zu erwähnen. Beim Ausprobieren von Unbekanntem zeigt sich die Feldmusik stets neugierig. Die Musikanten sind gegenüber neu organisierten Kombinationen sehr offen. Sei dies bei Spezial-Projekten wie Lord of the dance, als Begleitung bei der Orgeleinsetzung oder beim einzigartigen Projekt mit dem Jodelklub Bergfriede Menznau. Aktuelles wie zum Beispiel Videos oder Fotos sind auf der Homepage zu finden (www.feldmusikmenznau.ch). Alles in allem ist die Feldmusik Menznau einfach einzigartig und unverwechselbar.

Damit ein Verein wie die Feldmusik Menznau so gut funktioniert und harmoniert, ist die Führung besonders zentral. Im Folgenden stellen sich der Präsident der Feldmusik, Philipp Muff, und der OK-Präsident der 175-Jahr-Feier, Roman Steiner, persönlich vor.

Philipp Muff, Präsident der Feldmusik Menznau:

Im Jahr 2007 durfte ich nach einigen Jugendmusikjahren das erste Mal mit meinem Saxophon Feldmusikluft schnuppern. Gemeinsam mit damals gut 50 gestandenen Musikantinnen und Musikanten im Probelokal zu sitzen, inmitten eines Klangerlebnisses,

das war es, was mich faszinierte. Und genau das ist es, was mir aktuell fehlt. Diese Hühnerhautmomente während der Probe und an den Konzerten, die Zeit zum Schwelgen

beim Spielen einer schönen Melodie und hie und da ein Spruch oder Kommentar eines Einzelnen der zum Schmunzeln anregt.

Im Sommer 2020 wurde ich an der GV zum Präsidenten gewählt.

In einem Verein mit einer 175-jährigen Geschichte als Präsident zu amten, ist für mich

eine ganz besondere Aufgabe. Speziell in dieser Zeit, wie wir sie aktuell erleben, wenn plötzlich nichts mehr so ist, wie gewohnt.

Nicht zuletzt deshalb ist mein grösster musikalischer Wunsch fürs Jahr 2021, dass wir wieder gemeinsam musizieren können und im September unsere neue Vereinsfahne im Rahmen des 175-Jahr-Jubiläums feierlich einweihen dürfen.

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Roman Steiner, OK-Präsident der 175-Jahr-Feier:

1994 war es soweit. Mit 14 Jahren durfte ich das erste Mal mit den „Grossen“ in der Feldmusik mitmusizieren. Die Feldmusik Menznau war und ist heute noch ein grosser Bestandteil in unserer Familie. Mein Vater war über 40 Jahre als Aktivmitglied in der Feldmusik tätig. Auch meine beiden Geschwister sind aktive Musikanten der Feldmusik Menznau. Anfänglich noch mit der Trompete entdeckte ich früh das B-Bass-Spielen. In all den Jahren durfte ich in verschiedenen Organisationskomitees mitwirken und konnte mir ein gewisses Know-how aneignen.

Die Feldmusik Menznau, zusammen mit meinen OK-Mitgliedern als OK-Präsident, durch das Jubiläumsjahr zu führen, ist für mich eine grosse Ehre. Auf Grund der speziellen Umstände in diesem Jahr wird es noch spannender und herausfordernder sein, ein würdiges Jubiläum organisieren zu können.

Die Feldmusik Menznau ist der fünftälteste Musikverein im Kanton Luzern sowie Gründungsmitglied des Luzerner Kantonalen Blasmusikverbands. Somit freut es mich umso mehr, am 18. und 19. September zum 175-jährigen Bestehen der Feldmusik Menznau ein würdiges Geburtstagsfest zu organisieren. Als Geschenk wird am besagten Sonntag die vierte Vereinsfahne eingeweiht und dem Verein übergeben.

Wer mich kennt, weiss, dass ich alles daran setzen werde, ein gelungenes, eindrückliches, unvergessliches sowie aufrichtiges Fest für die Feldmusik, die Dorfbevölkerung und all ihre

Freunde von Nah und Fern auf die Beine zu stellen.

Im Namen der Feldmusik Menznau und dem OK bedanke ich mich bereits jetzt schon für die stetige Treue und Unterstützung in all den vergangenen sowie kommenden Jahren. Dieser Dank gebührt allen Menznauerinnen und Menznauer, Freunden und Bekannten der Feldmusik Menznau.

In der nächsten Ausgabe bekommen Sie erste Informationen zu den geplanten Festaktivitäten.